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AMORPHIS - Circle

VÖ: 19. April 2013
Nuclear Blast

Seit der Veröffentlichung ihres Debütalbums "The Karelian Isthmus" sind bereits über 20 Jahre vergangen. Nach vielen Änderungen - sowohl musikalisch, als auch in Sachen Besetzung - haben Amorphis mit dem 2005 verpflichteten Sänger Tomi Joutsen erstens ein kontantes Line Up gefunden und zweitens erwies sich Joutsen's Verpflichtung als wahrer Glücksgriff. So angesagt und erfolgreich wie in den letzten Jahren waren die Finnen noch nie. Und "Circle" - Album Nr. 11 - wird diesen erfolgreichen Weg konsequent weiter ausbauen. Bekanntlich lassen sich Amorphis kaum Grenzen setzen oder sich in fest definierte Schubladen stecken - auch auf "Circle" hat die Truppe wieder mal einiges neu und zugleich auch alles richtig gemacht. Erstmals produziert von Hypocrisy's Peter Tägtgren, stehen die Gitarren nun wieder mehr im Vordergrund, was dem melancholischen Bombast zwischen Dark Metal, Melodic Death Metal und progressiven Akzenten noch mehr Druck verleiht. Darüber hinaus hat man offenbar seine Vorliebe für Folk-Klänge wiederentdeckt, wie im mitunter recht fröhlichen "Narrowpath" oder auch im leicht düsteren "Nightbird's Song", das mitunter gar mit dezent schwarzmetallsichen Vocals überrascht. Natürlich bietet auch "Circle" einnmal mehr das volle Amorphis-Programm. Zwischen verträumt-melancholisch und düster-aggressiv, auch mal etwas vielschichtiger ("A New Day"), dabei stets mit einfach nur grandiosen epischen Refrains (die so niemand hinbekommt!) und packenden Melodien noch und nöcher. Neun Songs zwischen vier und sechs Minuten, kein Intro, keine Füller - ein annähernd perfektes Album, mit einer schwindelerregenden Hitdichte. Anspieltipps? Alles! (maz)

9/10