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ANAAL NATHRAKH - Desideratum

VÖ: 24. Oktober 2014
Metal Blade

Glaubt es mir. Anaal Nathrakh geben auf etwaige Ausverkauf-Verwürfe aufgrund des Wechsels zu Metal Blade nicht mal einen feuchten, sondern einen anständigen britisch-trockenen Furz.
Hardliner können sich sogar freuen, dass dieses Mal ein Hit der Marke "The Final Absolution" oder "Paragon Pariah" fehlt. V.I.T.R.I.O.L.S.'s Heldentenor existiert, nur nicht so vordergründig. Dafür donnert gerne mal der Elektrobeat durch das ansonsten wie gewohnt von Grind, Black Metal und vor allem Blastbeat verseuchte Brachland der Apokalypse.
Die für Anaal Nathrakh-Verhältnisse "ausgewogene" Mischung gibt es z.B. bei "Unleash" (großartiger Mittelteil!), "The One Thing Needful", "Idol" oder "The Joystream".
Aber die Oberhand winkt zu keiner Seite. Wenn es zu schön ist, muss es wieder platt gemacht werden. Ist es zu wüst, wird 'ne Blume gepflanzt. So geht Chaos, so geht "Scheiß egal", so geht "Fuck You"!
Ich finde es nach wie vor klasse, nur konnten Anaal Nathrakh das in der Vergangenheit schon etwas besser. (sw)

8/10