Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials

ANAL VOMIT - Peste Negra, Muerte Negra

VÖ: 10. April 2015
Gates Of Hell Records

Anal: Austrittsöffnung des Darmes, Vomit: Kotze. So, nun denkt da mal drüber nach. Und auch das Cover zum vierten Full-length-Album der Band lässt keine Wünsche offen. Die Unterwelt, dargestellt als Katakomben, verrottende Menschen, die flehend die Hände ringen und in der Mitte ein mageres Wesen mit einer Pestarztmaske, dem Unaussprechliches aus einer Körperöffnung quillt. Natürlich geht es musikalisch ebenso derbe zu. Nach einem gitarrenlastigen Intro legt Sänger Milo Possessor los, räudig, rotzig, bestialisch, angenehm exotisch und ab und zu lacht er irre. Die zwei Gitarristen Roy Noizer und Nihil Soldier liefern einwandfreie und pfeilschnelle Riffs und lassen ihre Instrumente manches Mal schmerzhaft hoch klingen. Vervollständigt wird diese Brigade vom infernalisch tosenden Trommler Joy Hoyle. Selbstverständlich bietet "Peste Negra, Muerte Negra" noch weit mehr. "Obsessive Sexual Slaughter" zum Beispiel endet mit dem lustvollen Gestöhne einiger Damen, "La Muerte Del Papa - Interludio" ist mit knapp einer Minute das kürzeste Stück und nach Eintritt des Todes hört man das übliche schrille Tönen, wenn die lebenserhaltende Maschine überflüssig geworden ist. Öde wird es dem Hörer also auf keinen Fall und damit treten die Peruaner zwar in die Fußstapfen vom Vollzeitvorgänger "Gathering Of The Putrid Demons", der bereits sechs Jahre auf dem Buckel hat, gehen aber aktuell irgendwie geschmeidiger ins Ohr. Unterm Strich lassen Anal Vomit mit "Peste Negra, Muerte Negra" eine wilde Bestie los, die dreckiger, widerlicher, barbarischer und höllischer nicht sein könnte. (st)

8,5/10