Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials

ANCESTRAL - Master Of Fate

VÖ: 20. Januar 2017
Iron Shield Records

Die Versuchung war am Anfang groß, diesen Italieren eine Dragonforce-Gegenoffensive nachzusagen. Nur haben sie gegen die britischen Multikulti-Verrückten keine Chance (und wollen das vielleicht auch nicht). Andererseits könnte ich sie allen Italo Metal-Anhängern aufschwatzen, weil mir zwischendurch Labyrinth durch den Kopf gehen. Diese Zielgruppe müsste sich aber mit einer ziemlich harten Gitarrenfront anfreunden, die eigentlich viel mehr im Power Thrash wildert und dabei vom Schlagzeug auch kräftig unterstützt wird. Nun, ein bisschen Wahrheit von beidem steckt in "Master Of Fate", und dennoch, Ancestral sind anders. Das Eröffnungsquartett liefert schon mal Refrains aus reinstem Melodic Metal, die passende Stimme hat Sänger Jo Lombardo ja. Was die Instrumental-Fraktion so richtig drauf hat, darf dann im gesangslosen "Refuge Of Souls" gezeigt werden und immer wieder überrascht die Härte, mit der sich Ancestral zwar nicht innovativ, aber eben doch wohlig aus dem kitschigen Melo/Power-Wust hervorheben - und ganz wichtig: keine Keyboards auf "Master Of Fate"!
Als Extra-Dekor verziert Rhapsody/Angra/Vision Divine-Sänger Fabio Leone noch "Lust For Supremacy" und die Wahl der zu covernden Band ist zwar vorhersehbar gewesen (Helloween), die Auswahl des Songs dagegen schon wieder cool ("Savage").
Fazit: Irgendwie macht "Master Of Fate" bei jedem Durchlauf wieder Spaß, obwohl nicht wirklich Neues geboten wird, so dass ich echt ungerne unter acht Punkte gehen würde. (sw)

8/10