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ANDRÉ MATOS - Time To Be Free

VÖ: 22. Februar 2008
Steamhammer

So etwas passiert irgendwann immer. Ein guter Musiker verlässt Bands in denen er schon mehr als nur seine Duftnote hinterlassen hat und taucht irgendwann mit seinem ersten Solo-Album auf. Im Falle André Matos (ex-Angra, ex-Shaman) kann man aber nicht unbedingt von solo reden, denn der Mann mit der Goldkehle hat sich eine verdammt gute Band zusammen gesucht, die allesamt aus ex-Angra Mitgliedern besteht und vom 16-jährigen (!) Eloy Casagrandre angetrieben wird - dem Gewinner des amerikanischen Modern Drummer Contests. Da kann ja nicht viel schief gehen. Stimmt, auch wenn es im Melodic-Metal-Bereich (wie auch in jeder anderen "fremdeinflussfreien" Schublade) schon schwer ist, etwas zu kreieren, was reell hängenbleibt. Aber die elf Songs sind allesamt erstklassig. Speed-Songs (der Opener "Letting Go") rasen nicht eindimensional am Hörer vorbei und Rocker ("How Long") wirken nicht plakativ. Dazwischen natürlch eine Menge Sehnsucht ("Looking Back") und am Ende von "Endeavour" spielt Matos noch seine kompositorische Klasse im Stile eines fast musicalreifen Finales aus. Die Scheibe ist einfach gut, da stimmt zu jeder Sekunde alles. Jeder Angra- oder generell Melodic-Fan sollte hier schleunigst zugreifen. (sw)

8/10