Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

ANGELUS APATRIDA - Cabaret De La Guillotine

VÖ: 04. Mai 2018
Century Media

Die Spanier Angelus Apatrida bleiben ihrem Weg, den sie auf dem Vorgänger "Hidden Evolution" eingeschlagen haben, konsequent treu. Abwechslungsreiches Songwriting, gepaart mit viel Melodie, der Thrash kommt druckvoll und modern aus den Boxen, schöne Hooklines und Refrains ziehen sich wie ein roter Faden durch das gesamte Album. Als Orientierung würde ich die aktuellen Megadeth, Death Angel oder Testament angeben, musikalisch muss sich die Band nicht hinter den Großen verstecken. Guillermo Izquierdos Gesangsleistung ist einwandfrei, mal höre ich Chuck Billly, dann wieder Mark Osegueda heraus. Zusammen mit seinem Kollegen David G. Álvarez hauen sich die Jungs die Riffs um die Ohren, dass es eine wahre Freude ist und auch die Soli sorgen immer wieder für Zungenschnalzen. José J. Izquierdo (Bass) und Victor Valera (Drums) legen dazu einen fetten Rythmussteppich - einfach top. Das Cover ist ebenfalls sehr gut gelungen, allerdings ist der Thrash der Spanier nicht so brutal, wie es das Bild uns glauben machen will. Das es letztendlich "nur" zu knappen acht Punkten reicht, liegt für mich an verschiedenen Dingen, so fehlt mir das richtig fette Highlight und man muss auch aufpassen, dass man nicht zu sehr in die Moderne schielt. Bei einer Nummer wie "The Die Is Cast" klingt man im Refrain schon fast wie Trivium. Irgendwie habe ich das Gefühl, da geht noch mehr bei den Jungs, trotzdem haben wir es hier mit einem guten Thrash Metal Albun zu tun, welches sich auf einem sehr hohen spielerischen Niveau befindet und auch für Freunde des härteren Powermetals interessant sein dürfte. (tf)

8/10