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ANGELUS APATRIDA - Clockwork

VÖ: 18. Juni 2010
Century Media

Nach zwei selbst veröffentlichten Alben in 2006 und 2007 findet nun auch ein großes Label Gefallen an diesem Thrash-Quartett. Das Faible für diesen Sound scheint weltweit unerschöpflich, kommen diese Herren nämlich aus der spanischen Stadt Albacete (irgendwo zwischen Madrid und Valencia). Und sie lieben - wie so viele vor ihnen - Metallica, Testament, aber auch alte Anthrax, ein wenig Annihilator und sogar Pantera. Dazu ein paar Spurenelemente der NWOBHM und schon haben wir "Clockwork". Es ist fast schon erschreckend, wie diese Scheibe vor Riffs nur so überquillt, die Drums permanent nach vorne preschen, und man sich lässig so manch geiles Solo aus dem Ärmel schüttelt. Die technische Seite ist definitiv vom Feinsten. Die Einstellung selbst steht auf Sturm, keine Gefangenen und dem unbändigen Wille, die internationale Thrash-Nachwuchs-Konkurrenz mehr als nur zu ärgern. Dabei soll ab August eine Europa-Tour mit Skeletonwitch und Warbringer helfen. Mit einem Album wie "Clockwork" im Rücken wird man sich auf jeden Fall so einige Freunde machen.
Was diesem wirklich bissigen Album noch fehlt, ist einfach noch mehr Eigenständigkeit und vielleicht noch ein kleiner "Hit". Zumindest erfahren wir beim Bonustrack noch, dass man Iron Maiden's "Be Quick Or Be Dead" auch mit Thrash-Attitüde zocken kann. Klingt zwar längst nicht so toll wie das Original, die Umsetzung lasse ich aber mal durchgehen. (sw)

7,5/10