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ANGRENOST - Planet Muscaria

VÖ: 23. September 2013
code 666

Black Metaller finden alles doof. Melodie ist doof. Klargesang ist doof. Abwechslung ist doof und jegliche Innovation ist saudoof. Trotzdem Mucke rauszuhauen, bei der nicht jeder Song gleich klingt und einem nicht vor Langeweile die Füße einschlafen, stelle ich mir gar nicht so einfach vor. Beim anfänglichen Reinhören gehen Angrenost mit ihrem ersten Vollzeitscheibchen "Planet Muscaria" (1997 kam schon mal eine Maxi-CD namens "Evil" raus) eigentlich in die richtige Richtung. Pursan, seines Zeichens Gründer und Sänger der Band, quetscht unverständliches und gräsiges hervor, wechselt aber auch zeitweise zu düsterem, bedrohlichem und selbstverständlich gleichermaßen unverständlichem Sprechgesang, der auch mal verhallt rüber kommt. Erdsaf darf neben dem Bass auch die Trommeln bedienen und überzeugt bei den langsamen Parts ebenso wie beim notwendigen Geballer. Der dritte im Bunde nennt sich einfach nur "E." und ist für die Gitarre zuständig. Ein Trio also, eigentlich perfekt für einfachen und erdigen Black Metal, es sei denn, die Protagonisten haben auch noch ein "Konzept" im Sinn und friemeln lauter atmosphärische Abschnitte in die Musik rein und bauschen etwas, das simpel sein muss, unnötig auf. Hektische Tempowechsel auf dem Weg zur Hysterie tun ein Übriges, um mich zum tausendsten Mal sagen zu lassen, gerade beim Black Metal ist weniger mehr! (st)

6,5/10