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ANNIHILATOR - Annihilator

VÖ: 14. Mai 2010
Earache Records

Viele Köche verderben den Brei, dachten sich viele beim letzten Album "Metal" mit seinen unzähligen Gästen. Doch dabei war es immer Jeff Waters, der für den Namen Annihilator steht. Und holla holla - der 13. selbstbetitelte Longplayer des kanadischen Gitarrenwizard ist sowas von Annihilator, dass auch die ewigen Nörgler mal langsam Ruhe geben sollten. Anfänglich rangiert "Annihilator" auf Augenhöhe mit "Schizo Deluxe" um nach einigen Durchläufen öfter die Nase vorn zu haben. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Band fast schon relaxt und ohne Zwänge alle Leinen los hat und mit 100% Annihilator-Faktor einfach drauf los ballert. Anders kann ich mir allein das brachiale Opening-Trio "The trend" (Intro mit "Carnival Diablos"-Erinnerung), "Coward" (Highspeed at its best!) und "Ambush" (höre ich im Chorus etwas "Human Incesticide"?) nicht erklären. Alles scheint wie selbstverständlich und Sänger Dave Padden liefert seine bis dato beste Leistung ab. Zwischendurch wird ordentlich gegroovt, und seine Rock-Wurzeln kann Jeff auch nicht verheimlichen ("The Other Side"). Und obendrauf serviert man uns zum ersten Mal in der Bandhistory eine Coverversion, in Form des locker-flockig gezockten "Romeo Delight" von Van Halen. Cooler Abschluss für ein weiteres durchweg geiles Annihilator-Album, welches - ganz nebenbei bemerkt - satte 66 (!) Gitarren-Leads in sich birgt! Wer macht sich denn die Mühe, das zu zählen?! (sw)

9/10