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ANNIHILATOR - Suicide Society

VÖ: 18. September 2015
UDR

Also quasi "back to the roots" - Dave Paddon ging aus eigenem Entschluss und Jeff Waters entschließt sich wie schon zuvor, das Schiff Annihilator wieder komplett allein zu steuern. Mit seiner Rückkehr ans Mikro geht aber keine direkte Rückbesinnung auf "King Of The Kill"/"Refresh The Demon"-Zeiten einher. Stilistisch bleibt "Suicide Society" in Nachbarschaft der letzten beiden Longplayer. Viele Annihilator-Thrasher, wie z.B. "Break, Enter", "Narcotic Avenue" oder "Creepin' Again". Der dynamisch groovende Titelsong sorgt als Album-Opener gleich mal für lockere Stimmung und dürfte live bestimmt gut ankommen, das ruhigere "Snap" finde ich persönlich - trotz angenehmer Gesangslinien - irgendwie etwas glatt und daher "nur" nett. "The One You Serve" erscheint ähnlich, wenn auch etwas besser. Zumindest ist in "Death Scent" die Umschaltung vom atmosphärischen Mittelpart zum Hyperspeed-Soli richtig schön fies. Schreddern kann der gute Herr Waters immer noch fürstlich, Hookline-mäßig fehlt es hier und da, aber seinen Gesang hat er wirklich verbessert. "Suicide Society" ist kein neues Annihilator-Highlight, kann sich aber trotzdem sehen lassen. Allein schon weil der Rausschmeißer "Every Minute" keine Ballade ist (wonach es bei dem Titel erst aussah), sondern ein echt toller Wehmut-Rocker.
Zwei kleine Einträge ins Geschichtsbuch sind bitte noch zu vermerken:
1.) Ich persönlich finde es verdammt schade, dass Dave Paddon nicht mehr mit dabei ist. Die beiden haben wirklich gut zueinander gepasst.
2.) Wer die "Damage Inc."-Parts in "My Revenge" nicht erkennt, hat in den letzten 30 Jahren Metal echt gepennt und gehört zurück auf die Schulbank! (sw)

8/10