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ANNISOKAY - Enigmatic Smile

VÖ: 20. März 2015
Long Branch Records

"Ich halte meine Hand dafür ins Feuer, dass diese Band noch groß rauskommt."
Das waren meine Worte zum ersten Album von Annisokay im Jahre 2012. Jetzt haben wir es 2015 und wir wollen einmal sehen, inwieweit sich mein Satz als wahr herausgestellt hat. Die Band war mit Callejon und Emil Bulls auf Tour, man hat hunderte Shows gespielt, einen Labelvertrag und sogar schon für das Vainstream Festival eröffnet. Und heute blicken wir gespannt auf das neuste Album "Enigmatic Smile". Also ja, diese Jungs haben da einiges richtig gemacht und meine Hand fühlt sich auch nicht wirklich verbrannt an. Nun aber zu ihrem aktuellen Album: "Enigmatic Smile" hat eine interessante Hintergrundgeschichte, welche ihr in unserem Interview nachlesen könnt. Elf Songs haben es dabei auf die Platte geschafft und es gibt kein Intro, kein Interlude, kein Outro. Einfach elf Songs, die euch ins Gesicht geworfen werden - genau so mag man das doch. Die Stärke des Vorgängers "The Lucid Dream(er)" war definitiv die emotionale Atmosphäre, die jeden Song durchzogen hat. Es ist schwer, an ein so imposantes Debütalbum anzuknüpfen. Doch Annisokay schaffen es, auch auf ihrem zweiten Album diese Stärken auszunutzen und ihren Songs Leben einzuhauchen. Mit zwei unterschiedlichen Produzenten (Joey Sturgis und Will Putney) bewaffnet, haben sie sich ins Studio aufgemacht und dabei Songs wie "Wolves In The Wall" aufgenommen. Dabei handelt es sich um sehr emotional klingende, gleichzeitig aber druckvolle Metalcore-Songs, die von den unterschiedlichen Stimmvarianten der beiden Sänger leben. Zum einen haben wir da den Schreihals Dave, dem der Hauptanteil der Songs gehört und welcher durch die Strophen brettert, zum anderen haben wir Christoph, welcher mit Klargesang den Refrain der Songs übernimmt. So differenziert und unterschiedlich die beiden Stimmen sind, so perfekt ergänzen sie sich, um den atmosphärischen Bereich der Songs zu erweitern. Die melodischen Gitarren untermalen dabei die Stimmen und passen sich diesen an.
Das Album macht da weiter, wo das vorherige aufgehört hat und ist ein würdiger Nachfolger. (zeo)

9/10