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ANNISOKAY - The Lucid Dream(er)

VÖ: 01. Oktober 2012

Das erste Album der Band Annisokay aus Halle/Saale ist draußen und man kann nur eins sagen: Chapeau! Für den ersten Longplayer klingt das gesamte Werk wirklich sehr professionell. Das zeigt sich auch in der Auswahl der Co-Worker, denn kein geringerer als Joey Sturgis (u.a. Emmure, Asking Alexandria, The Devil Wears Prada) hat das Mastering übernommen. Doch das alles bringt natürlich nichts, wenn die Musik nicht gut klingt. Doch diese Band harmonisiert musikalisch nahezu perfekt. Die Texte sind sehr einprägsam und jeder Song schlägt genau auf die vergesehenen Nervenknoten und bewirkt das, was die Band erreichen will: Emotionen pur!
Der springende Punkt hierbei sind die beiden Vocalisten, zum einen Dave Grunewald, der mit äußerst kräftigen Shouts viel Dynamik in die Songs bringt und zum anderen Christoph Wieczorek, der neben der Gitarre auch die Clean-Parts übernimmt und so vorallem die tieferen Emotionen anspricht. So werden im Song "Sky" diese Gegensätze am stärksten deutlich. Da der Song thematisch mit dem Abschied zu einer geliebten Person umgeht, werden hier natürlich die Cleans zum Vermitteln von Trauer und Sehnsucht verwendet, wohingegen die Shouts verzweifelt und hilferufend wirken, was alles zusammen echte Emotionen beim Hören hervorruft. Doch nicht nur bei diesem Song, fast alle Songs treffen mit brutaler Präzision direkt ins Ziel. Definitiv sind die elf Songs, welche die Jungs uns hier präsentieren, zu wenig - das schreit nach mehr. Ich halte meine Hand dafür ins Feuer, dass diese Band noch groß rauskommt. (zeo)

9,5/10