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ANVIL - Hope In Hell

VÖ: 24. Mai 2013
Steamhammer

Dass auf dem 15. Anvil-Album keine Neuerungen zu erwarten sind, dürfte wohl jedem klar sein. Ob sich nach "The Story Of Anvil" und dem starken Vitamincocktail "Juggernaut Of Justice" die Qualität hält, fragt sich wohl trotzdem jeder. Da sind Anvil ähnlich wie Motörhead. Entweder sind die Songs richtig gut oder es wird einfach ein Standard-Album. Ich habe mir da mal den Spaß gemacht und die Songs abgehakt. Und siehe da - hinter fast jedem Song befindet sich ein Haken, der mir sagt, dass ich den jeweiligen Song als gut befinde, wenn nicht sogar noch besser und unterm Strich das Album dabei herausgekommen ist, welches bestens am Stück funktioniert. Im Vergleich zum Vorgänger ist "Hope In Hell" ein klitzeklein wenig gesetzter, was vielleicht auch am damaligen Popularitätsschub lag. So etwas setzt eben Kräfte frei. Doch "Hope In Hell" ist ein unverkennbares Anvil-Album, bei dem Szene-Unikat Lips nach Herzenslust das sein kann, was er von Anfang an immer war - ein Fan. Da muss nach "Shut The Fuck Up" halt noch ein Hidden Track rein - und der ist auch nicht schlecht. Da muss das eine oder andere Solo halt ein wenig länger sein. "Call Of Duty" erinnert die Ur-Fans bestimmt für eine Sekunde an "Forged In Fire". Und wer so ein richtiger Fan, dem gestehe ich auch zu, bei "Through With You" eines der berühmtesten Riffs der Rockgeschichte zu einem Anvil-Song umfunktionieren zu dürfen. (sw)

8/10