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APOSTLE OF SOLITUDE - From Gold To Ash

VÖ: 23. Februar 2018
Cruz del Sur Music

Böse Zungen könnten behaupten, Apostle Of Solitude hätten für ihr neues Heavy Doom-Werk schon wieder (!) vier Jahre gebraucht, weil sie bewusst noch langsamer geworden sind. Dies als Grund anzuführen, ist natürlich Quatsch, rein musikalisch betrachtet aber eine Tatsache. Lässt man das eröffnende Instrumental "Overlord" (ist "Intro-mental" jetzt eigentlich ein offizieller Begriff?!) kurz kraftvoll vorbeigrooven, bleiben neben dem Intermezzo "Autumn Moon" fünf äußerst stattliche SloMo-Werke übrig, die von sechs bis knapp zehn Minuten reichen. Und der Indianapolis-Vierer füllt diese mit allerorts glasklarem, meist zweistimmigem Gesang und anschmiegsamen Melodien. Das Riffing planiert derweil wie immer alle angsterfüllten Seventies/Hippie-Erwartungen in den Untergrund und macht das auch mal richtig schwer ("Grey Farewell") oder mit leichten Crowbar-Harmonien ("Keeping The Lighthouse"), ohne dabei das Gefühl außer Acht zu lassen - dass ein Titel wie "My Heart Is Leaving Here" eine emotionale Sache ist, brauche ich wohl kaum zu betonen.
Ergo: Wenngleich also weniger Tempo-Abwechslung in "From Gold To Ash" zu finden ist, haben wir hier deutlich mehr ganzheitlichen Tiefgang zu verzeichnen. Damit kann ich sehr gut leben. (sw)

8/10