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ARCH ENEMY - Khaos Legions

VÖ: 27. Mai 2011
Century Media

Seit dem letzten offiziellen Studioalbum ("Rise Of The Tyrant", 2007) sind mittlerweile auch schon wieder vier Jahre vergangen. Eine Zeit, die die schwedisch-deutsche Kollaboration jedoch gut genutzt hat. Neben einem Live-Album und einer Best Of-Scheibe mit Neueinspielungen älterer Titel hat nun auch das achte (reguläre) Album "Khaos Legions" einen Entstehungsprozess von vier Jahren hinter sich, was sich in der durchaus etwas überraschenden und positiven Variabilität niederschlägt. Während Titel wie das eröffnende "Yesterday Is Dead And Gone" oder das folgende "Bloostained Cross" ganz klassische Arch Enemy-Nummern sind, regiert auf "Khaos Legions" zwar keineswegs das Chaos, dafür aber viel Abwechslung. Der Midtempo-Headbanger "Under Black Flags We March" überzeugt dabei ebenso, wie das fast schon leicht poppige "No Gods, No Masters", während die flotten "Cruelty Without Beauty" und "Cult Of Chaos" sogar bis in schwarzmetallische Regionen vorstoßen. Das Einbeziehen aller Bandmitglieder ins Songwriting hat dem Sound der Band und speziell diesem Album wirklich gut getan. Da blitzen hier und da auch mal progressive, thrashige oder sogar Classic Rock-Parts auf. Selbst die drei Instrumentalstücke fügen sich perfekt ins Gesamtbild ein. Über allem thront natürlich zum einen Angela Gossows gewohnt zornig-bissiger Gesang, und vor allem die unverkennbare und einzigartig fantastische Gitarrenarbeit der beiden Amott-Brüder, denen niemand in diesem Genre ernsthaft Konkurrenz macht (göttliche Riffs am laufenden Band, nicht nur bei "Vengeance Is Mine"). "Khaos Legions" ist die nächste konsequente und logische Weiterentwicklung einer Ausnahmeband. Pflichtkauf! (maz)

9/10