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ARCH ENEMY - The Root Of All Evil

VÖ: 25. September 2009
Century Media

Über die Einspielung alter Songs aufgrund von Line-Up-Veränderungen braucht man nicht zu diskutieren. Da gibt es immer mehrere Meinungen (welcher Sänger/welche Produktion ist besser). Erklären könnten mir Arch Enemy aber mal die Songauswahl. Da hätten wir 3x das Debüt "Black Earth" (1996 - eigentlich sogar 3 ½ x, obwohl eine Neuauflage des kurzen Instrumentals "Demoniality" etwas belustigend wirkt), dann nur 2x das Zweitwerk "Stigmata" (1998) und satte 5x "Burning Bridges" (1999). Hatte letztere Scheibe es am Nötigsten? Was soll's. Meine Favoriten unter den 13 Songs kommen aus allen Lagern: "Beast Of Man", "Dead Inside", "Dark Insanity", "Silverwing". Überraschung und Kirsche auf dem Kuchen ist aber der "überall nur Bonus"-Song "Diva Satanica" (bei den "Stigmata"-Japan-, "Burning Bridges"-Europa- und "Wages Of Sin"-2CD-Versionen). Hier zeigt sich der Hauptgrund der Re-Recordings - nämlich Sängerin Angela Gossow - von ihrer absolut giftigsten Seite. Dieses Ungetüm will ich so unbedingt live erleben! Auffällig ist aber auch das - im Vergleich zu den aktuellen Releases - höhere Grundtempo, welches in Verbindung mit den entsprechenden Riffs die Death Metal-lastigere Ausrichtung der Anfangstage nochmal veranschaulicht. Ein Punkt, der dem jetzigen Erfolg der Band vielleicht etwas im Weg stand.
Ihr seht, man kann viel über das Für und Wider quatschen - zumal die technische Umsetzung immer noch geil und richtig frisch ist. De facto ist "The Root Of All Evil" in dieser Ausführung ein superb funktionierendes Album, denn wir reden immer noch von erstklassigen Songs. Egal, welche SängerIn-Phase der Band man bevorzugt. (sw)

8,5/10