Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials

ARCKANUM - Fenris Kindir

VÖ: 10. Mai 2013
Season Of Mist

Ein Szenekenner bemerkte mal, dass Arckanum gute und minder gute Alben im Wechsel veröffentlichen. Das machte mir in Vorbereitung auf "Fenris Kindir" etwas Angst, denn der Vorgänger "Helvitismyrkr" war wirklich eine Bank. Und im Grunde stimmt die Behauptung, denn das neue Album kann seinem übermächtigen Vorgänger wirklich nicht das Wasser reichen. Shamaatea hat jetzt nicht mit Stilen herumgespielt. Nein, er ist seiner grimmigen Eigenbrödler-Art sehr wohl treu geblieben. Sein Drumming ist immer noch fordernd, seine Vocals unvergleichlich und die Gitarren haben diesen herrlich sägenden Sound. Es gibt so manche Songs, die man als stark bezeichnen kann ("Dolgrinn", "Hatarnir", "Angrboda", "Uskepna"). Doch kennt man Alben wie "ÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞÞ" und eben "Helvitismyrkr", dann weiß man, dass da viel mehr geht. Gemäß dem im Titel angemerkten Wolf (bezogen auf die Wölfe aus der norwegischen Völuspá), bewegt sich alles im bissig-riffigen Bereich, der hypnotische Melodie-Faktor fehlt gänzlich. Alles klingt bei gleichbleibender Umsetzung wie eine Etage unter der bereits gezeigten Qualitätslinie gearbeitet. Und gleich drei Intro/Soundcollagen-artige Gebilde verschönern das Bild bei insgesamt elf Tracks auch nicht gerade. Tja, müssen wir halt bis zum nächsten Album warten. (sw)

7/10