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ARMORY - The Search

VÖ: 13. Juli 2018
High Roller Records

Die "The Big Bang Theory"-Folge, in der Sheldon Cooper, Verzeihung Dr. Sheldon Cooper, von seinen Freunden aus ihrer App-Gruppe geworfen wird und sie dann u.a. mit dem Spielen der "Star Trek: TOS"-Titelmelodie auf dem Theremin nervt … jetzt weiß ich, woran mich das Gejohle von Armory-Sänger Konstapel P erinnert, wenn er zu den hohen Tönen ansetzt. Was ich auf dem Debüt "World Peace … Cosmic War" (2016) noch geflissentlich ignoriert habe, weil ich die Mucke an sich ziemlich stark finde, muss jetzt einer neuen Prüfung unterzogen werden. Und die besagt, dass die Leistung des Konstapel auch ziemlich nervig werden kann, während seine generell stimmliche Ausübung den naiven Charme deutscher Achtziger Speed-Kapellen aus der dritten oder vierten Reihe inne hat. Musikalisch richtig cooler Stoff. Die Gitarren flitzen (ja, fast hetzen - das aber sehr sicher) nur so durch das Weltall (welches die Schweden zu ihrem Arbeitsbereich erklärt haben), die Doppelleads sind mitunter wahnwitzig und mit Songs wie "Bringer Of Light" oder "Heavy Metal Impact" landet man ziemlich schnell (wieder) bei mir. Ja, "The Search" ist schon was für Speed Metal Freaks, die es lieben, wenn eine Band nicht locker lässt. Auch nicht, wenn sie aus dem Weltall hinabsteigt und mit dem zünftigen Mitgröl-Speedster "Hinsingen Warriors" die Tür zuknallt.
Also, Mucke immer noch cool, Gesang mit Abstand neu bewertet, daher bewertungstechnisch leicht zurück gerudert. Aber ich behalte euch im Auge! (sw)

7,5/10