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ASKING ALEXANDRIA - Reckless And Relentless

VÖ: 15. April 2011
Sumerian Records

Glücklicherweise erwies sich die letztjährige EP "Life Gone Wild" (mit diversen Cover-Versionen, u.a. von Skid Row), als einmaliger Griff ins Klo. Was wollen die fünf Briten mit Wurzeln in den Vereinigten Arabischen Emiraten eigentlich sein? Etwa Rockstars? Man covert plötzlich Skid Row, und die bunten Shirts und schicken Frisuren weichen 3-Tage-Bart, Lederjacke und Fotos mit Zigarette im Mund (sorry, geht gar nicht). Und eben dieser äußere Imagewandel will so gar nicht zur Musik passen, denn Asking Alexandria knüpfen mit "Reckless And Relentless" direkt am Vorgänger "Stand Up And Scream" (2009) an - soll heißen: Massiver Metalcore, mit satten Breakdowns, den bekannten Wechselspielen aus Growls und cleanen Passagen, und den gerade so angesagten elektronischen Elementen, die vor allem "Closure" und "The Match" richtig gut zu Gesicht stehen. Und dass man ohnehin wirklich gute Songs schreiben kann, beweisen das nach dem Intro eröffnende "Dear, Insanity" oder das durchweg clean gesungene "Someone, Somewhere". Im abschließenden und zwischenzeitlich recht düsteren "Morte Et Dabo" tobt man sich dann nochmal so richtig aus.
"Reckless And Relentless" bietet zwar nichts Neues, und irgendetwas Innovatives darf man eh nicht erwarten, aber dafür ist das Album in einem Rutsch durchweg einwandfrei durchzuhören, wengleich man sich natürlich durchaus auch berechtigte Sorgen über die Halbwertszeit einer solchen Produktion Sorgen machen darf. (maz)

7,5/10