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AT THE GATES - Gardens Of Grief (EP) Re-Release

VÖ: 13. April 018
Dissonance Productions

Im Jahr 1991 erschien mit "Gardens Of Grief" das Demo einer jungen Band namens At The Gates aus Göteborg. Rein veröffentlichungstechnisch betrachtet, starteten auch Dark Tranquillity fast zur gleichen Zeit, während sich In Flames erst zwei Jahre später dazu gesellten, um die Melodic Death Metal-Welt auf den Kopf zu stellen. Der Rest ist schon längst Geschichte, denn alle Bands sind heutzutage bekannt und haben Göteborg-Klassiker veröffentlicht. Der Startschuss für At The Gates waren diese vier Songs, von denen das rabiate "All Life Ends" sogar noch heute im Set der Herren zu finden ist. Ich kann mir gut vorstellen, dass anno 1991 noch kein Mensch ahnte, was da auf die Szene zukommen würde und das diese blutjunge Band "nur" fünf Jahre später mit "Slaughter Of The Soul" eines der melodischen Elchtod-Alben überhaupt erschaffen würde. Das Talent hatten sie auf "Gardens Of Grief" bereits. Nur weit weniger fokussiert. Den Abwechslungsreichtum in den Songs, die teilweise echt fiese Haken schlagen, darf man aus heutiger Sicht fast als progressiv bezeichnen. Die Band schmiss einfach alles, was sie als Einfluss hatte, in einen Topf und warf von Album zu Album immer mehr über Bord um die heutige (bzw. die 96er) Essenz freizulegen. Ein spannendes Zeitdokument, zu dessen Entstehungsphase ich gerne auf die 2010er "The Flames Of The End"-DVD hinweise.
In den vergangenen Jahren nicht gerade selten wiederveröffentlicht, aber Dissonance Productions wollen es jetzt auch noch mal versuchen. Meinetwegen - kann ja nicht schaden. (sw)

8/10