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AT THE SOUNDAWN - Shifting

VÖ: 12. März 2010
Lifeforce Records

Was die fünf Italiener auf ihrem zweiten Album abliefern, ist wahrlich keine leichte Kost. Meist (über-)lange Songs (genau sieben in 45 Minuten), dazu ein musikalisches Grundgerüst, das sich kaum in eine Schublade stecken lässt - irgendwo zwischen Post-Rock, Alternative und vereinzelten Metalelementen. Genregrenzen? Fehlanzeige. Auf "Shifting" regiert das bunte Durcheinander, von jedem etwas, sogar ein bisschen Jazz. Die Songs bilden dabei sphärische Klangteppiche, mal ganz ruhig und zerbrechlich, und dann wieder wütend und aufbrausend. Gesanglich hält man sich insgesamt ohnehin eher zurück. Die Musik steht ganz klar im Vordergrund. Musikalische Vergleiche? Schwierig. Hier ein bisschen Isis, dort ein bisschen Neurosis, und entfernt ein Hauch von Tool. Das alles ist dabei so zähflüssig, dass es sich kaum erschließen lässt. Personen mit Hang zum Suizid sollten dieses Album lieber im Regal stehen. "Shifting" ist düster, depressiv, melancholisch, unheimlich, schwerfällig, traurig und zweifelsfrei nicht jedermanns Sache ... auch meine nicht. (maz)

5,5/10