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ATARAXY - Where All Hope Fades

VÖ: 16. Februar 2018
Dark Descents Records

Den Spaniern scheint die Sonne nicht mehr so gut zu bekommen. Anders kann ich mir das zweite Ataraxy-Album nicht erklären, welches soundtechnisch erstklassig die Erwartungshaltung bestätigt, wenn man den Labelnamen liest. Das instrumentale Intro "The Absurdity Of A Whole Cosmos" lässt den Hörer schon wissen, dass da etwas noch Kräftigeres hinterherkommt. Und "A Matter Lost In Time" ist so ein "etwas". Eine abartig bedrohliche Death/Doom-Walze, deren ersten sieben Minuten schon reichen, um den Hörer nieder zu ringen. Doch dann wird so unerwartet noch mal zugeschlagen, dass man die vollen knapp elf Minuten getrost als deftiges Statement stehen lassen kann. "One Last Certainty" und "The Mourning Path" sind quasi die Kurzform dessen und zeigen, dass die gelegentlichen Wutausbrüche auf diesem Album das Salz in der Suppe sind. In der Schwere und Langsamkeit haben die Vier aber ihre Vorlieben und Stärken, umspielen den Hörer bei "As Uembras d'o Hibierno" mit einem etwas träumerischen Start, wohl wissend, dass trotzdem ein Albtraum daraus wird. Der Rausschmeißer hört derweil auf den wunderschönen Titel "The Blackness Of Eternal Night" (… was ist da bloß in Spanien los …). Er startet in einer eben solchen sternenlosen Nacht, bereist ihre bei Tageslicht verborgenen Schauplätze und versinkt wieder in selbiger. Wer braucht da schon Hoffnung, wenn man ein Album wie "Where All Hope Fades" mit sich nehmen kann. Kleiner Tipp am Rande: Bemüht mal das Internet, um die Bedeutung des Bandnamens zu verstehen. Dann macht das Album auf obskure Weise noch ein wenig mehr Sinn. (sw)

8/10