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ATREYU - Congregation Of The Damned

VÖ: 23. Oktober 2009
Roadrunner Records

Spätestens seit ihrem 2007er Album "Lead Sails Paper Anchor" sollte eigentlich jedem klar sein, dass die Zeiten von Songs wie "Bleeding Mascara" (2004) im Hause Atreyu längst vorbei sind. Die Band ist - ähnlich wie Funeral For A Friend - erwachsen geworden, und setzt diese neu gewonnene Seriösität nun auf "Congregation Of The Damned" konsequent fort. Der einstige Metalfaktor wurde auf ein Minimum reduziert, stattdessen herrscht eine durchaus angenehme Mischung aus Post-Hardcore ("Stop! Before It's Too Late") und Alternative Rock (der Titelsong) vor, mit vereinzelten Wutausbrüchen und teilweise herrlich "hingerotzten" Vocals ("Bleeding Is A Luxury"). Dazu gesellen sich groovende Rocknummern ("Black Days"), extrem eingängiges und hitverdächtiges Material ("Storm To Pass", "Insatiable"), Stadionrocker ("You Were The King Now You're Unconscience"), emotionale Midtempo-Schnulzen ("So Wrong") und richtige Kitsch-Schnulzen ("Wait For You"). Anspieltipp: Das äußerst flotte "Ravenous", mit einem ungewöhnlich europäisch klingendem Refrain, der fast schon an Powermetal grenzt.
Fans der alten Stunde, die schon mit dem Vorgängeralbum ihre Probleme hatten, werden sich auch an "Congregation Of The Damned" die Zähne ausbeißen. Wer allerdings auf Sachen wie Rise Against und Funeral For A Friend steht, muss diese Scheibe unbedingt mal antesten! (maz)

8/10