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AUSTIN DEATHTRIP - Texas Bulldozer (EP)

VÖ: 12. August 2012

Ich bekomme ja jedes Mal Pickel, wenn Bands sich in maßloser Selbstüberschätzung mit großen Namen als Stilbeschreibung schmücken. Die Oldenburger von Austin Deathtrip dagegen erwähnen nur, dass sie Sepultura, Pantera, Misery Index und Chimaira gut finden, kontern gleich mit der eigenen Stilbezeichnung "Texas Style Metal" und erinnern mich spontan an eine groovigere Variante der britischen Rüpel von The Rotted. Dieser 4-Track-Demo-EP entnimmt man dementsprechend Folgendes: Ordentlich Muckis, knackige Riffs ohne großen Firlefanz, wütende Vocals und vor allem KEIN (technisches) Stümpertum. Die groovigen "A Hypocrite's Manifest", "Cain" (wo die Sepultura-Einflüsse am ehesten hervorblitzen) und "Terence Hills Have Ice" (bierernst kann ja jeder…) dürften live mit Sicherheit für so manchen Pit sorgen. Zusätzlich ist "Butt Spanker" nicht nur ein nettes Wortspiel zur größten Kelle, die jemals im TV geschwungen wurde, sondern auch eine ihrem Titel entsprechende Dampframme, in der Drummer Chuck Austin mal richtig von der Leine gelassen wird (Gerüchten zufolge verdrischt der Exil-Texaner auch bei einer der besten Slayer-Tribute-Bands namens SlayEnsemble die Felle). Ihr merkt - die Herren Austin (Sänger Buck, Gitarrist Matt D., Bassist Jim und eben Drummer Chuck) haben zwar manchmal unterschwellig Flausen im Kopf, können aber "Texas Style"-mäßig auch Taten folgen lassen. Fehlt eigentlich noch eine Einlaufhymne für ex-WWE-Superstar "Stone Cold" Steve Austin. Die entsprechende Power ist ausreichend vorhanden. Für ein erstes Lebenszeichen eine amtliche Vorstellung! (sw)

8/10