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AUTOPSY - Tourniquets, Hacksaws And Graves

VÖ: 25. April 2014
Peaceville Records

Sie wollen es wirklich mit aller Gewalt nochmal wissen. Seit der Reunion ist "Tourniquets, Hacksaws And Graves" das bereits dritte Autopsy-Album, nebst vorangegangener EP, in dreieinhalb Jahren. Also eine fast so schnelle Fließband-Produktion, wie in den Anfangstagen. Und zumindest ich meine, ein paar ganz dezente Abnutzungserscheinungen zu erkennen. Die A-Seite (ja, es wird wohl Vinyl geben), bestehend aus dem Reißer "Savagery", dem sich unheilvoll aufbauenden "King Of Flesh Ripped", dem Titelsong, dem kriechenden "The Howling Dead" und dem (Achtung!) Schlitzer "After The Cutting", ist über jeden Zweifel erhaben und klingt so krank und rücksichtslos, wie das Cover sie anpreist. Krank geht es auch weiter, wenngleich ich das Gefühl nicht los werde, dass zwischendurch die Songsubstanz etwas darunter leidet. Auch im Post-Reunion-Bereich gab es schon gezieltere Treffer. Trotzdem werden Heerschaaren von Nachwuchs-Deathern weiterhin einem Original wie Autopsy nach(g)eifern, in den meisten Fällen daran scheitern, weil es wahrlich schwer ist, wie ein Original zu klingen. Und nur ein Original darf nach über 25 Jahren Bandgeschichte auf einmal mit einem selbstbetitelten Song um die Ecke kommen und dabei nicht dämlich aussehen. "Autopsy" ist ein abermals schön kranker Abschluss einer Scheibe, die trotz des angegebenen "Mankos" vor allem eines zeigt: Diese Band gehört noch lange nicht zum alten Eisen. (sw)

8/10