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AVATAR - Avatar Country

VÖ: 12. Januar 2018
Century Media

Es war einmal ein Land, es lag wie ausgestorben darnieder und darbte vor sich hin, bis der König erscheint und das Land erweckt. In seinen Händen tragt er eine Axt mit sechs Seiten und er spricht: "Wo Stille ist, soll jetzt Sound sein, und es soll lauter Sound sein. Wo jetzt der Himmel ist, soll Donner sein und es soll laut sein.".
So erweckt der König den Avatar Country. The King ist der Gitarrist von Avatar und King ist auch in jedem Songtitel des Albums enthalten. Nun dürfen wir dreimal raten, wer bei Avatar die Hosen an hat. "Glory To The King" eröffnet das Album mit, ja der Titel sagt es bereits, eine kurze Fanfarenmusik für den kommenden King. "Legend Of The King", mit etwas mehr als acht Minuten der längste Track, eröffnet das Album dann richtig und ist der komplexeste Song des Albums. Gut, durchaus vielschichtig und mit einem Hauch progressive Metal. "Kings Harvest" und "The King Wants You" sind mehr auf den Punkt komponiert, da kommt zumindest ein Ansatz von dem rüber, was als Donner im Avatar Country erklingen soll. "The Kings Speak" ist, ja auch hier sagt es der Titel, eine Ansprache des Königs. Überflüssig. "A Statue Of The King" und "King After King" setzen fort, was vorher begonnen wurde, wieder gut ins Ohr gehende Metal-Arbeit. Den Abschluss des Albums bildet "Silent Songs Of The King" Part 1 und 2. Hier hätte ich mir einen fulminanten Schluss gewünscht. Der bleibt aber leider aus, stattdessen sanftes Gedudel. So bleiben von eh schon bescheidenen 40 Minuten Musik unter dem Strich 20 Minuten wirklich gute Musik. Sehr schade, ich glaube, da war mehr drin. Vielleicht steht jemand mit seinem Ego im Weg? (stl)

6/10