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AVATARIUM - Hurricanes And Halos

VÖ: 26. Mai 2017
Nuclear Blast

Ich finde es sehr passend, meine erste Kritik zu einer Band in diesem Magazin über Avatarium zu schreiben. Wer möchte bei seinem Erstwerk schon gerne etwas Negatives schreiben. Bei Avatarium war ich schon vor dem ersten Hören relativ sicher, schlecht kann es nicht werden. Meinen ersten Kontakt zu der Band hatte ich im Radio. Dort traf mich "Bird Of Prey" von der ersten CD wie ein Blitzschlag. Der weltberühmte Moderator dieser Sendung im Radio auf Oeins, "Thrash Till Death Radio", ist übrigens auch dafür verantwortlich, dass ich hier schreibe. Michael an dieser Stelle Danke! für den Hinweis, dass hier Rezensenten gesucht werden und für die Entdeckung von Avatarium. In den meisten Fällen empfinde ich Frauenstimmen im Metal nicht als wirklichen Gewinn, nebenbei gesagt, die von manchen Männern auch nicht. In diesem Fall passt es aber, sogar besonders gut. Die schleppenden Gitarren, der doomige Sound von Avatarium kontrastiert hervorragend mit der Stimme von Jennie-Ann Smith. Als vergleichbaren Bezug könnte man vielleicht am ehesten Jefferson Airplane's "White Rabbit" nennen. 2012 gegründet von Marcus Jidell (Soen) und Leif Edling (Candlemass) haben sich Avatarium in der Zwischenzeit einen festen Platz in der Musikwelt erspielt, an ähnlicher Stelle, wo sich auch die viel gelobten und beachteten Blues Pills befinden. "Hurricanes And Halos" ist die mittlerweile dritte Veröffentlichung der Band, was für den enormen kreativen Output von Leif Edling spricht, der auch hier sechs der acht Tracks geschrieben hat, allerdings nicht mehr als aktives Mitglied in der Band ist. Beim Hören der Musik fällt auf, dass der Sound ein klein wenig mehr positiv klingt, soweit dies bei Doom möglich ist. Mir persönlich gefällt das sehr gut, weil es dezent geschieht und keinesfalls als Hinwendung zum Mainstream verstanden werden kann. Avatarium bleiben sich treu und erschaffen traurige Weisen, als Exempel dafür und Anspieltipp Stück Nummer vier. Der Song "When Breath Turns To Air" ist dem verstorbenen Vater von Marcus Jidell gewidmet. Ich gebe dem Album fette acht Punkte, weil es wirklich gut ist. Klare Kaufempfehlung. Bis zur Veröffentlichung am 26. Mai sollte jeder, der Interesse an dieser Art von Musik hat, "Bird Of Prey" gehört haben, stimmt nicht, jeder sollte in seinem Leben einmal "Bird Of Prey" hören. Zum Ende meiner ersten Rezension an dieser Stelle möchte ich mich für das entgegengebrachte Vertrauen hier mitmachen zu dürfen bedanken. So das reicht jetzt dann auch mit Danksagungen für die nächsten zehn Jahre. (stl)

8/10