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AXE CRAZY - Ride On The Night

VÖ: 15. Dezember 2016
No Remorse Records

Alle Achtung! Da haben mich Axe Crazy im Februar mit ihrer "Angry Machines"-EP bereits extrem neugierig gemacht (war aber "nur" ein Re-Release aus dem Ursprungsjahr 2014), schon legen sie ihren ersten Longplayer vor, der genau das hält, was die Polen mit ihrer EP versprochen haben. Ich weiß noch, wie ich vermieden habe, irgendwelche Einflüsse beim Namen zu nennen und das werde ich auch dieses Mal tun, weil "Ride On The Night" in seiner Gesamtheit schlichtweg saugute Laune verbreitet und dabei mit einem charmant naiven Melodic Metal-Tunnelblick völlig unbeeindruckt seit Tagen meinen CD-Player blockiert. "March Of The Survivors" muss einfach ein klassisch heroisches Intro sein, der Titelsong muss danach gleich mit Speed in die Vollen gehen. Es ist die Frische und die Unbekümmertheit, mit der die Truppe punktet. Kitsch wie in "Astral Tales Part 1 (Lost In Space)" darf sein, etwas verträumt geht es auch ("Magic Power"), Hauptsache die Songs laden zum Mitgehen ein und man kann den Rotz der Welt mal für 39 Minuten und 10 Sekunden vergessen. Könnte u.a. an der Stimme von Michael Skotnicki liegen, der mich immer mal wieder an eine Art Vorstufe des bereits zu Anfangstagen ausser Konkurrenz singenden ex-Alpha Tiger-Goldkehlchen Stephan Dietrich erinnert - könnte aber auch an einem gewissen Japan-Flair liegen, welches z.B. von meinem persönlichen Oberfavoriten "Diving Hawkers" ausgeht. Nehmt den Song als Anspieltipp und lasst euch ein Grinsen in die Visage zaubern. Axe Crazy schaffen das mit Leichtigkeit! (sw)

8/10