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AXEL RUDI PELL - Circle Of The Oath

VÖ: 23. März 2012
Steamhammer

Es ist schon so eine Sache mit dem Herrn Pell. Alleine in den letzten fünf Jahren erschienen drei reguläre Alben, zwei Compilations und zwei DVDs. Und jetzt - gerade mal ein halbes Jahr nach "The Ballads IV" - steht mit "Circle Of The Oath" auch schon wieder das 14. Album bereit, das sich trotz der Vielzahl an Veröffentlichungen einmal mehr (oder gerade deswegen?) auf höchstem Niveau bewegt. Irgendwie ist es fast schon erschreckend, dass Axel Rudi Pell scheinbar gar keine schlechten - oder sagen wir mal durchschnittlichen - Songs schreiben kann. Ein Perfektionist war er ja schon immer und auch "Circle Of The Oath" bestätigt diese Tatsache eindrucksvoll. Musikalisch werden einmal mehr sämtliche Register gezogen: Beginnend mit einem kraftvollen Doublebass-Opener, der mit einem starken Gitarre-Keyboard-Duell fasziniert, über klassische Pell-Rocker wie "Run With The Wind", "Fortunes Of War" oder "Hold On To Your Dreams", bis hin zu einem perfekten Midtempo-Kracher wie "Bridges To Nowhere" und einer extrem starken Gänsehaut-Ballade ("Lived Our Lives Before"), die man schlicht und einfach nicht besser machen kann. Und über allem thront das einzigartige Gitarrenspiel von Axel Rudi Pell himself und - natürlich - die Ausnahmestimme von Johnny Gioeli, der für mich nach wie zu einem der besten Sänger auf diesem Planeten zählt. Alleine vor seiner Leistung in "Before I Die" muss man einfach den Hut ziehen - mehr Gefühl geht nicht. Ungewöhnlich sicherlich auch der fast 10-minütige Titelsong, der mit einem starken Akustikintro beginnt und das ähnlich lange "World Of Confusion (The Masquerade Ball Pt. II)", das - wie es der Name schon sagt, den zweiten Teil des Hits "The Masquerade Ball" (aus dem gleichnamigen Album von 2000) darstellt. Es gibt nicht viel mehr zu sagen, als dass "Circle Of The Oath" für mich das beste Pell-Album seit über zehn Jahren ist - hier stimmt einfach alles! (maz)

9/10