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AXEL RUDI PELL - Game Of Sins

VÖ: 15. Januar 2016
Steamhammer

Im gewohnten Zweijahres-Rhythmus darf man sich über ein neues Album des Bochumer Ausnahmegitarristen Axel Rudi Pell und seiner gleichnamigen Band freuen. Wer der Meinung war, dass nach über einem Vierteljahrhundert irgendwann die Luft raus sein müsste, wird auf "Game Of Sins" - dem 16. Studioalbum - einmal mehr eines Besseren belehrt. Die Band zieht hier wieder eindrucksvoll sämtliche Register ihres Könnens und klingt durchaus noch eine Spur härter, als es zuletzt noch auf "Into The Storm" (2014) der Fall war. Die Drums von Bobby Rondinelli (ex-Rainbow, ex-Black Sabbath) klingen deutlich aggressiver, die Gitarren-Riffs noch zwingender und die Stimme von Johnny Gioeli sorgt nach wie vor für pure Gänsehautschauer.
In Sachen Songs bietet auch "Game Of Sins" wieder die bewährte Mixtur aus epischen und überlangen Balladen, wie den gefühlvollen "Lost In Love", "Forever Free" oder vor allem dem Titelsong, der durchaus an das 2000er Meisterstück "The Masquerade Ball" erinnert. Hinzu kommen packende Uptempo-Rocker ("Fire", "Falling Star"), sowie groovende Midtempo-Nummern ("Till The World Says Goodbye"). Wem das alles noch nicht reichen sollte, dem empfehle ich dieses Album nicht als Jewelcase-, sondern als Digipak-Version, denn dort kommt man noch in den Genuss einer ziemlich genialen Coverversion von "All Along The Watchtower" von Bob Dylan bzw. Jimi Hendrix. (maz)

8,5/10