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AXEL RUDI PELL - Tales Of The Crown

VÖ: 24. Oktober 2008
Steamhammer

Es ist schon erstaunlich: Mit "Tales Of The Crown" serviert uns Axel Rudi Pell bereits das 18. Album in 19 Jahren Bandgeschichte, und liefert auch auf dem neuesten Output wieder die gewohnt gute Qualität ab, die wir von ihm, Sänger Johnny Gioeli (dessen Stimme mich immer noch fasziniert) und dem Rest der Band (u.a. Drummer-Ikone Mike Terrana) kennen. Konstanz ist ohnehin etwas, was man der Band bzw. speziell Gitarrist und Chefdenker Axel Rudi Pell himself zugute halten muss. Es gab in der Vergangenheit keinerlei Ausflüge in ungewohnte Gefilde oder gar irgendwelche Experimente. Dies mögen Kritker sicherlich bemängeln, wird die Band auf der anderen Seite allerdings auch nicht im Geringsten interessieren. Und das ist auch gut so.
"Tales Of The Crown" ist wieder genau die typische A.R.P.-Scheibe geworden, die man erwartet hat, kommt aber trotzdem ein ganzes Stückchen frischer und ausgeklügelter im Vergleich zum Vorgänger "Mystica" (2006) daher.
Nach einem starken und überlangen Opener folgen die noch verbleibenden neun Songs dem klassischen Schema der Band: Starke und amtliche Rocker ("Ain't Gonna Win", "Angel Eyes", "Riding On An Arrow", "Buried Alive"), Midtempo-Kracher ("Crossfire", "Tales Of The Crown") und blueslastige Perlen ("Emotional Echoes") treffen auf gefühlvolle Balladen ("Touching My Soul") und emotionale Schmachtfetzen (großartig: "Northern Lights")! Alles mit dem typischen Riffing, der einprägsamen Stimme und einem klug durchdachten Songwriting.
Wer geglaubt hat, dass seit "Mystica" ein bisschen die Luft bei Axel Rudi Pell raus sei (mich eingeschlossen), wird auf "Tales Of The Crown" mehr als deutlich eines Besseren belehrt. Mit Album Nr. 19 findet die Band wieder zu alten Stärken zurück und präsentiert zweifelsohne eines der stärksten Melodic Rock-Alben des Jahres! (maz)

8,5/10