Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials

AXEWOUND - Vultures

VÖ: 12. Oktober 2012
Sony Music

So ganz erschließt sich mir der Sinn hinter "Vultures" zwar nicht, aber mal alles der Reihe nach: Matt Tuck (Bullet For My Valentine) und Liam Cormier (Cancer Bats) haben diese Band ins Leben gerufen, um - nach eigenen Angaben - härtere und extremere Musik machen zu können, als es mit ihren jeweiligen Hauptbands möglich ist. Soweit so gut, doch nützen all diese Absichten und Vorsätze natürlich wenig, wenn man sie nicht entsprechend umsetzt. Muskalisch bewegen sich alle zehn Songs auf "Vultures" nämlich auf keinem wirklich anderen "Härtelevel". Die Songs, bei denen Liam Cormier die Vocals übernimmt - und das sind die meisten - klingen mehr oder weniger typisch nach Cancer Bats. Gleich die drei ersten Songs hätten auch von einem der letzten Alben von Liam's kanadischem Brötchengeber stammen können. Und wenn sich Bullet For My Valentine-Fronter Matt Tuck ins gesangliche Geschehen einbringt (u.a. bei "Cold", "Burn Alive", "Exochrist"), dann hat man nicht zuletzt auch wegen seiner markanten Stimme das Gefühl, man hätte eine ältere Scheibe der Waliser am Laufen. Speziell die überragende Halbballade "Collide" zeigt beide Sänger von ihrer besten Seite und bietet packende Gesangsduelle. Das ist zwar nun alles keineswegs "schlimm", denn beide Bands sind natürlich gestandene Größen in ihrem Genre und "Vultures" ist auch ein zweifelsfrei gutes Album, irgendwo zwischen Metalcore (Bullet For My Valentine) und Hardcore (Cancer Bats), aber - und nun komme ich wieder auf die Einleitung dieses Reviews zurück: Ich dachte, man wolle etwas Härteres machen ... !? (maz)

7,5/10