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AYREON - 01011001

VÖ: 25. Januar 2008
Inside Out

Also doch "back to Science Fiction". Mit "The Human Equation" von 2004 sagte Arjen Lucassen thematisch und musikalisch so ziemlich alles und galt für mich als untopbar. Nachdem sein Projekt (?) Stream Of Passion dann unauffällig blieb und die Scheidung von seiner Frau vollzogen wurde, widmet er sich wieder entfernteren Sphären. Das Konzept des neuen Monumentalwerkes "01011001" sollte sich jeder selbst erarbeiten, die Musik hilft dabei aber mehr als amtlich. Vielleicht haben ja auch die letzten vier Jahre des Herrn Lucassen diesen 102-minütigen Doppeldecker so düster und teils recht melancholisch werden lassen. Dabei sind mit dem bekannten Symphonic-/Folk-/Electronic-Rock und dem berühmten Space Metal alle Zutaten für ein Hammeralbum dabei. Den Rest erledigt wieder eine Armada von starken Vokalisten/innen wie z.B. Hansi Kürsch (Blind Guardian), Jonas Renske (Katatonia), Jorn Lande, Floor Jansen (After Forever), Bob Catley (Magnum), Anneke von Giersbergen (ex-The Gathering) oder Ty Tabor (King's X) in Verbindung mit einigen Instrumentalvirtuosen wie Drumgott Ed Warby (gehört ja zum Ayreon-Inventar), Gitarrist Michael Romeo (Symphony X) oder Tastenwizard Derek Sherinian (ex-Dream Theater). Da kann nix schief gehen und ist es auch nicht.
Arjen A. Lucassen hat mit "01011001" schlußendlich wieder einen atemberaubenden Trip durch das rockig-metallische Paralleluniversum kreiert, den man ausschließlich am Stück genießen sollte - auf dem Sofa mit Kerzenschein und am besten noch kurz vor dem Schlafen gehen. Man fühlt sich richtig befreit. (sw)

8,5/10