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BAPHOMET'S BLOOD - In Satan We Trust

VO.: 25. Januar 2016
Iron Bonehead

Das vierte Album der Speed Metaller Baphomet's Blood macht seinem Namen "In Satan We Trust" zumindest inhaltlich alle Ehre. Songs wie "Command Of The Inverted Cross" oder "Infernal Overdrive" untermalen dabei das fast überzogen wirkende Teufels-Image. Wer jetzt an Black Metal der grimmigeren Variante denkt, hat sich dabei allerdings gewaltig geschnitten. Das Einzige, was Baphomet's Blood, neben ihren Texten, mit Black Metal gemein haben, sind die starken Parallelen zu den Genre-Vätern Venom. Vor allem der Gesang erinnert vom ersten Ton an, an die neueren Schöpfungen eben dieser. Musikalisch gesellt sich im Hexenkessel Baphomet's Blood noch eine große Priese Motörhead dazu und es entsteht ein klassischer Speed Metal-Sound, der sich gewaltig von der modernen Speed Metal-Bewegung absetzt.
Gespickt wird das tonale Gewand mit einigen Einspielern in bester Horror-Movie-Manier: von satanischen bis hin zu verstörenden Monologen von noch verstörteren Teufelsanbeterinnen, findet man hier alles. Das wirkt auf den ersten Blick etwas widersprüchlich zur Musik, passt aber eigentlich ganz gut ins Gesamtbild, da vor allem der Sänger möglichst wenig Emotionen in seine Stimme legt - vor allem keine positiven. Im Gegensatz dazu sind einige Songs wie "In Satan We Trust" oder die Alkohol-Hymne "Whiskey Rocker" deutlich Rock'n'Roll-geschwängerter, als andere und gerade diese Songs hinterlassen richtig Eindruck beim Hörer.
Von der Produktionsseite her, legen Baphomet's Blood ein solides und zeitgemäßes Zeugnis ab, das weder auf Hochglanz poliert, noch künstlich fünf Klassen schlechter gemacht wurde, um das Image zu wahren.
Leider findet sich auf der Platte keine absolute Anspielempfehlung - irgendwie klingt alles gleich - gleich gut zwar, aber Abwechslung geht anders. Natürlich will das auch kein eingefleischter Fan, also macht die Band eigentlich nur das, was von ihr erwartet wird.
Für alle Fans der bereits genannten Vorbilder sei an dieser Stelle eine Kaufempfehlung ausgesprochen, wer Heavy Metal allerdings neu entdecken möchte, sollte lieber auf andere Bands und Alben zurückgreifen. (xz)

7/10