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BARBARIAN - Cult Of The Empty Grave

VÖ: 15. April 2016
Hells Headbangers

Ich Großkotz! Kollege fragt, "wer macht Barbarian?". Ich dazu, "ach ja, klingt ganz nett. Mach' ich mal.". Erst später kommt mir der Name bekannt vor und dann fällt es mir wie Schuppen von den Klüsen, dass ich deren 2014er Album "Faith Extinguisher" ziemlich abgewatscht hatte. Und nu? Können Barbarian jetzt mehr? Ja und nein. Ihren traditionellen Metal-Anteil, der gerne so heroisch wie Manowar oder Omen wäre, gerne aber auch mal germanisch galoppiert, haben sie zumindest etwas homogener gestaltet. Qualitativ gesteigert haben sie sich vielleicht auch. Vom Wunsch, so geil nach Venom zu klingen, wie es Midnight tun, sollten sie vielleicht weiterhin absehen, denn dies in Verbindung mit der Classic Metal Basis, kommt zumindest mir nicht überzeugend genug rüber. Dass sie es lieber mit garstigen Vocals mögen, als mit klarem Gesang, sei ihnen gegönnt, läuft auch irgendwie, kommt aber in den melodischsten Momenten gefährlich nah an fellbesetzten Battle Metal heran. Nach dem "Desaster für Arme"-Stinker "Total Metal" vom Vorgängeralbum, ist es dieses Mal "Absolute Metal", welches zwar straight nach vorne bollert, aber schlichtweg zu platt rüberkommt. Interessant ist, dass man in "Supreme Gift" anfänglich mit ur-schwarzem Riffing (Celtic Frost) etwas besser fährt. Unterm Strich kann ich dieses Mal zwar ganz knapp einen Punkt mehr geben, weil alles etwas flüssiger und die Produktion wuchtiger ist (schöner, knarziger Bass!), als das Songmaterial selbst. Also, entweder mal bessere Songs schreiben oder für eine Seite entscheiden. Vielleicht hilft ja etwas davon. (sw)

6/10