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BARONESS - Purple

VÖ: 18. Dezember 2015
Vertigo

Nach vier Farben in drei Alben, kommt nun das vierte Album "Purple" der Jungs aus Savannah, Georgia. Auf dieses Album warten einige schon sehnsüchtig - gerade, da nach dem Busunfall von 2012 auch noch Bassist und Drummer ausgestiegen sind und nicht klar war, ob es mit Baroness überhaupt weitergeht.
Neben der Musik kann man sich auch wieder auf ein geiles Cover-Artwork von Frontmann John Baizley, der auch schon für Kylesa, Kvelertak, Black Tusk, Pig Destroyer, Skeletonwitch und viele mehr gezeichnet hat, freuen. Da lohnt sich die Vinylvariante erst recht. Man kann sich zudem auf neun starke Songs in 43 Minuten freuen, die von Anfang bis Ende einfach nur richtig gut sind. Es gab von vornherein die Angst, dass Baroness noch poppiger geworden sind. Wem allerdings schon "Yellow & Green" gefallen hat, dürfte mit "Purple" keine Probleme haben. Gleich der erste Song "Morningstar" startet überraschenderweise mit relativ schweren Riffs. Gleich danach folgt die Singleauskopplung "Shock Me", die mich schon seit einem Monat nicht mehr in Ruhe lässt. Der Sound ist auf dem Album wieder richtig hochklassig und das Schöne an Baroness ist, dass sie das auch schaffen live umzusetzen. Mit "Purple" kommt wieder ein Album, auf das man sich voll und ganz konzentrieren kann beim Hören, es aber auch einfach im Hintergrund laufen lassen kann. Es gibt verfrickelte Drums, eine richtig gute Stimme und schön verspielte Riffs. Alles, was ein gutes progressives Album braucht. Bei der musikalischen Leistung kann man auch gut über das Poppige hinwegsehen.
Da gibt es wieder musikalische Höchstleistung, die die Singles auch schon gezeigt haben. Baroness stehen mittlerweile einfach für richtig gute Musik, die genreübergreifend ist. Da sind einige "eargasms", wie man so schön sagt, vorprogrammiert. Kauftipp und super Weihnachtsgeschenk. (kdz)

9/10