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BATTLEROAR - Blood Of Legends

VÖ: 02. Mai 2014
Cruz del Sur

Da war mal ein Opener bei meinem ersten Keep It True Festival in 2008. Im gleichen Jahr deren CD "To Death And Beyond …". Und tatsächlich - seitdem hat sich musikalisch nichts getan und endlich kommen Battleroar mit einem neuen Longplayer um die Ecke. Zeitgleich präsentiert man uns mit Sacred Steel-Sänger Gerrit P. Mutz einen neuen Mann am Mikro. Passt das? Ich sage: Ja! Klar, wird jeder jetzt erst mal Assoziationen herauskramen, dafür ist Gerrit's Stimme einfach zu einzigartig. Aber er hat genau die Leidenschaft im Blut, die Battleraor für ihren Sound brauchen - Power, Melodie, Tragik, Heroismus. Nein, mit "Blood Of Legends" ist den Griechen kein Geniestreich gelungen. Aber die Themen, die hier verarbeitet werden, verlangen nach einer Umsetzung, die z.B. einer Band wie Manowar schon seit Ewigkeiten abgeht. Und genau das machen die Griechen auf ihrem neuen Output glänzend. Sie erschaffen eine emotionale Atmosphäre innerhalb von kraftvollem Epic Metal, der, nicht wie bei Atlantean Kodex vornehmlich im Doom verwurzelt ist, lieber treibend galoppiert oder auch mal flotter daher kommt ("Immortal Chariot"). Sie schaffen es sogar spielend, eine fast vollwertig agierende Violine in den Sound zu integrieren, die die teils tragischen Inhalte bestens untermalt. All das klingt beim Lesen nur nach Kitsch, doch auch diesen Bogen haben Battleroar sauber raus und meistern diesen fiesen Drahtseilakt positivst. Man muss sich nur mal auf groß angelegte Nummern wie "Valkyries Above Us" oder den Titelsong einlassen und wird sofort mit eintauchen in eine geschichtsträchtige Welt begleitet von fokussierter, nie überladener Untermalung mit tief leidenschaftlichem Metal. Zusammen mit der neuen Cobra-Scheibe für mich in diesem Monat die Pflichtkauf-Kandidaten im klassischen Sektor. (sw)

8/10