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BATTLESWORD - Banners Of Destruction

VÖ: 01. April 2016

Es gibt diese Alben, die meint man schonmal gehört zu haben und dann gibt es diese Scheiben, die einen völlig überraschen und aus den Socken hauen - und dann gibt es Alben, die schaffen beides. Eines dieser akustischen Juwelen ist die aktuelle Scheibe der Niederrheiner von Battlesword. Die inzwischen schon legitim als Urgesteine des hiesigen Metals zu bezeichnenden Kollegen zaubern mit "Banners Of Destruction" ihren zweiten Langspieler aus dem Hut und der hat es in sich. Vor allem live sorgt das todesbleihaltige Konstrukt mit seiner leichten Melodiewürze für bleibende Nackenschäden. Dabei ist es egal, ob feinstes Geknüppel wie in "Bloodlust Symphony" (sehr cooler Songtitel übrigens) oder der schleppende Genickbrecher à la "The Unnamed Magic", jeder Ton sitzt da wo er hin soll, der Kopf beginnt unweigerlich im Takt mitzuwippen und die absolut stimmigen Melodien bleiben sofort im Ohr.
Apropos stimmig: Was den Sound von Battlesword besonders auszeichnet, ist die Arbeit der beiden Gitarristen. Ein fettes Riff hier, ein kleines Solo da und natürlich die sehr farbenfrohen und abwechslungsreichen Melodien, von denen die Songs getragen werden. Das Songwriting ist alles andere, als von schlechten Musikereltern und weiß durchgehend zu überzeugen. Somit weist der Silberling absolut keine Schwachstellen auf, keine Lückenbüßer und keinen einzigen Song, von dem man den Eindruck hat, dass er nur auf dem Album gelandet ist, um die Tracklist voll zu bekommen. Das mag vielleicht daran liegen, dass man seit dem letzten Album aus dem Jahre 2003 mehr als genug Zeit hatte, um wirklich hochwertiges Material zu erschaffen und anzuhäufen.
Wenn es also nötig ist, so lange Zeit zwischen zwei Alben ins Land gehen zu lassen, dann ist daran absolut nichts auszusetzen und man muss einfach sagen, dass sich das warten gelohnt hat!
Was bleibt also am Ende noch zu sagen? Reinhören! Wem Amon Amarth zu langweilig oder glattgebügelt geworden sind, der bekommt hier schönen Stoff, um seine Sucht zu befriedigen: Melodeath vom Feinsten mit Garantie für Muskelkater in der Nackenpartie! (cl)

9,5/10