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BEASTCRAFT

The Infernal Gospels Of Primitive Devil Worship

VÖ: 07. April 2017
Pulverised Records

Vorneweg gesagt: wer mal so richtig Bock auf rohesten, derbsten und so richtig scheppernden Schwarzmetall hat, dem sei diese Scheibe definitiv ans Herz gelegt. Denn Beastcraft, das bedeutet roher Black Metal der ganz alten Schule. Wer auf Mayhem, Darkthrone, Tsjuder und Konsorten steht, der wird hier voll und ganz bedient und an der Ansammlung vom "Primitive Devil Worship" seine helle Freude finden. Dieser Wortgulasch, der sich im Titel der Platte wiederfindet, beschreibt das Album schon ganz gut. Die Bezeichnung "Album" ist allerdings auch schon etwas weit hergeholt. Schaut man ein wenig genauer in die Historie und den Entstehungshintergrund der Scheibe und des Projekts Beastcraft, so stößt man schnell auf bekannte Namen. Beastcraft sind (oder besser waren) nämlich die Herren Sorath Northgrove und Trondr Nefas. Letzterer ist 2012 leider verstorben.
Die Aufnahmen zu "The Infernal Gospels Of Primitive Devil Worship" stammen allesamt aus alten Demosessions, die nun noch einmal neu abgemischt und gemastered wurden. Dabei hat man augenscheinlich Wert darauf gelegt, einen möglichst rohen Sound beizubehalten. Es scheppert, rauscht und krächzt in seiner ganzen Pracht, strotzt nur so vor Wut und transportiert die daraus gewonnene Energie direkt in die Musik. Die Texte sind zwar augenscheinlich voller Klischees, Satan wird fast durchgängig kräftigst gepriesen, passen dadurch aber wunderbar zu der kalten, harschen Monotonie und dem simpel gehaltenen Sound und fügen sich dadurch zu einem perfekten Schlussstein zum Kapitel Beastcraft zusammen.
Bleibt nur noch zu sagen: Ruhe in Frieden Trondr Nefas - der Nachwelt wird ein würdiges Werk hinterlassen. (cl)

9/10