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BEASTIALITY - Worshippers Of Unearthly Perversions

VÖ: 15. Dezember 2017
Invictus Productions

Gegen die musikalische Verehrung eines Jon Nödtveid habe ich nichts, auch wenn sich das für mich auf "The Somberlain" und das zeitlose Black/Death-Wunderwerk "Storm Of The Light's Bane" beschränkt. Menschlich hat er es ja selbst verbockt …
Da kommen mir Bands wie Beastiality gerade recht, wenn man genannte Alben ob der nachträglich kriminellen Hintergrundschwingungen mal nicht hören mag. Die Schweden atmen "The Somberlain" ganz tief ein (allein schon die instrumentalen Intros "The Mist Of Mayhem" und "Hill Of Crucifixion") und pusten ihre eigene Version rabiat und orkanartig wieder hinaus, die sich auch über Achtziger Speed und Thrash erstreckt ("Sadistic Fornication"). Für ein Debüt geht die 2011 gegründete Truppe verdammt entschlossen vor, rauscht mit seinem transparenten Sound immer wieder an vermeintlichem Chaos vorbei, was mir (derzeit?) aber irgendwie lieber ist, als wenn man alles per Klicktrack in jede Nanosekunde presst. Schwarze Rauchzeichen, wie eben "Sadistic Fornication", "Riders Of Imminent Death" oder "Stanken av Uråldrig Död" (wir lernen Schwedisch) erregen mächtig Aufmerksamkeit, und die übrigen drei Eigengewächse stehen dem kaum nach - unter ihnen auch der alt-schwarze Midtempo-Abschluss "Shadowside Path".
Rechnet man das alles zusammen und hält sich ganz plakativ nur mal den Albumtitel vor Augen, kann man sich schon vor dem ersten Ton vorstellen, dass die Zielgruppe - sagen wir einfach - "hocherfreut" über dieses Album sein wird. (sw)

8/10