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BLACK STONE CHERRY - Family Tree

VÖ: 20. April 2018
Mascot Records

Wer ein Album von Black Stone Cherry kauft, bekommt seit 17 Jahren immer gleiche Qualität geliefert. Southern Rock der guten Art, nicht peinlich, nicht nationalistisch, kein verkappter Country, sondern Gute-Laune-Südstaaten-Rock, mit der Betonung auf Rock. Auf "Family Tree" gesellen sich noch Blues und Funk zu der gesunden Mischung, besonders im letzten Viertel der Scheibe wird es Funky. Ein Stück "James Brown" zu nennen, ohne Bezüge zum Funk zu finden, unmöglich. Klappt vorzüglich. "Dancin In The Rain" unter Beteiligung von Warren Haynes aufzunehmen, ohne den Blues an die Tür klopfen zu lassen, ebenso unmöglich. Klappt auch. Trotz gelegentlicher Ausflüge in wilde Gitarrensoli, wie im Mittelteil von "Bad Habit", gelingt es Black Stone Cherry immer catchy zu klingen, es wird nicht aggressiv. Der Band ist anzuhören, dass sie seit 17 Jahren zusammen Musik zelebriert, zusammen auf Tour lebt und eine Art familiäre Verbindung untereinander besteht. Homogene Einheit, würde ein Klugscheißer schreiben. Sie live zu erleben, war mir leider noch nicht vergönnt, ist aber geplant, YouTube-Videos künden davon, dass dieser Spirit der Band auch live transportiert wird. Acht sehr verdiente und gute Punkte gibt es für das Album, weil irgendwie die Nummer fehlt, die Hits, wie sie zum Beispiel auf dem 2011 erschienenen Album "Between The Devil & The Deep Blue Sea" in Mengen vorhanden sind. In der Hängematte zu liegen und "All I Am Dreamin' Off" zu hören, ein Traum. (stl)

8/10