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BODY COUNT - Bloodlust

VÖ: 31. März 2017
Century Media

Body Count hauen ihre fünfte Platte raus und diesmal haben sie sich keine acht Jahre Zeit gelassen. Mr. Ice T hat auch mal wieder ordentlich was zu sagen, also passt so eine neue Platte ganz gut.
Schon beim ersten Song ist erst mal gleich Dave Mustaine mit on Board, so fängt man doch gut an. Es geht auch stark weiter. Zu dem musikalischen Druck, den Body Count schaffen aufzubauen, haut Ice T mit seinem coolen Groove seine Texte raus. Selbst in den ruhigen Songs geht es zwischendurch instrumental wie ein Geschoss nach vorne. Bei "All Love Is Lost" hört man auch noch die wahrscheinlich bekannteste Growl Stimme sofort raus. Max Cavalera lädt mal nicht ein, sondern wird eingeladen. Gerade der Kontrast zwischen den beiden schon sehr verschiedenen Vocals macht den Song richtig dick. Das ganze Album ist auch mit einigen Ansagen im Interview-Style ausgestattet. So werden Body Count's alte Einflüsse Black Sabbath, Suicidal Tendencies und Slayer erwähnt und gleich darauf kommt "Raining Blood" in einem sehr fetten Sound nach vorne geschmettert und mal nicht nur das Intro - und wird dann in den gut vier Minuten auch noch mit "Postmortem" gemischt. Da geht das Slayer Herz auf. Als wenn das nicht schon genug wäre, macht bei "Walk With Me…" auch noch Randy Blythe eine Runde mit. Drei verschiedene Songs mit jeweils drei bekannten Vertretern der Metal Szene und ein Slayer-Cover-Medley, das klingt schon verdammt nach einem Tribute-Album. Auch zwischen diesen Songs kommt cooler Stuff. Kurz vorm Ende kommt dann noch die Single Auskopplung "No Lives Matter", über den immer noch anhaltenden Rassismus heutzutage, welcher mich schon vor dem Album absolut überzeugt hat. Gleich darauf kommt mit "Bloodlust" noch ein sehr cooles Geschoss!
Trotz über 40 Minuten Spielzeit, kommt es einem vor, als ob das Album nach zehn Minuten vorbei wäre. Sowas hatte ich schon lange nicht mehr erlebt, was wohl an den ganzen Krachern liegt. Das Ding macht derbe Laune! (kdz)

9/10