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BOREALIS - The Offering

VÖ: 23. März 2018
AFM Records

Power Metal aus Kanada ist auch nicht unbedingt alltäglich, in diesem Fall aber höchst erwünscht. Borealis liefern mit "The Offering" ein kleines Meisterwerk des Genres ab. Da stimmt einfach alles. Die Rhythmussektion arbeitet mit Verve, vor allem am Schlagzeug liefert Sean Dowell einen sehr guten Job ab. Das Keyboard ist nicht zu sehr im Vordergrund, aber präsent, solide Gitarrenarbeit. Einfach stimmig komponiert und produziert, abgesehen von der Unart, einige Stücke auszufaden, wer macht denn sowas? Über allem thront mit Matt Martinelli ein Sänger, mit dem Format eines Russell Allen. Seine Stimme gibt dem Album den Touch Eigenständigkeit, die eine Band braucht, um sich in diesem Genre abzuheben. "The Offering" sei als Anspieltipp genannt. Eine Nummer, die alles hat, was ein Metalsong braucht, mehr geht nicht. Schön ist auch, dass nicht übertrieben wird. Ja, es gibt auch den ein oder anderen symphonischen Einschlag, Geige und zwei Nummern mit Frauenbeteiligung im Gesang, aber es wird nie kitschig, man kriegt immer die Kurve. Für Fans von Evergrey oder Symphony X gibt es eine klare Kaufempfehlung. Meine, nicht so sehr dem Metal zugeneigte Ehefrau, saß beim ersten Probehören mit mir im Auto und war, ob der Härte der Nummern, nicht so begeistert. Sie ist in der Zeit unseres Zusammenlebens schon sehr tolerant geworden und hört sich fast alles mit an, solange nicht gegrunzt wird. Ich muss mal prüfen, ob meine Hörgewohnheiten sich ändern. Ich fand den Härtegrad wirklich sehr erträglich. (stl)

8,5/10