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BUNKER 66 - Chained Down In Dirt

VÖ: 27. Oktober 2017
High Roller Records

Da vergibst du sieben süße Punkte für ein Album und freust dich irgendwie doch wie Bolle, wenn etwas Neues ansteht. Zugegeben, am meisten ist ihre abgefahrene "Seduce Me Tonight"-Version (Celtic Frost) hängengeblieben. Aber die Umsetzung ihrer "Sleazy Blackened Thrash"-Betitelung hat weiterhin echt (Verzeihung!) putzigen Charme. Wie rotzfrech muss man eigentlich sein, um im Opener "Satan's Countess" erst mal solch ein trockenes Riff rauszuhauen, um sich in der Bridge bzw. dem Refrain fast wie eine abgefuckte Misfits-Version anzuhören … oder doch Darkthrone mit Fenriz' Clean Vocals?! Hier rüpelt der Papat mit Opa Cronos und Papa Tom Warrior zwischen punkigen D-Beats und rumpeligem Teutonen Thrash durch die Bunker 66-Heimat Messina und blökt immer mal wieder feine, knackige "Uh"s heraus. Und beim kurzen High Speed-Ausflug "Wasteland Of Grey" darf jeder grübeln, ob da gerade "Hey" oder "Oi" gebrüllt wird. Dem sizilianischen Trio dürfte es egal sein, kontert man in "Power Of The Black Torch" mit einem vergleichsweise gar verliebten Solo.
Wie schon beim Vorgänger "Screaming Rock Believers" vorzugsweise mit einer Wagenladung Gerstensaft, aber irgendwie funktioniert "Chained Down In Dirt" zwischendurch auch im nüchternen Zustand ziemlich gut. Dafür eigentlich mal einen halben Punkt mehr, wenn das kleine Manko nicht wäre. Ob nun Punk oder nicht - einen Longplayer anzukündigen und dann nur knapp 24 Minuten abzuliefern? Nun ja … (sw)

7/10