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BURIAL INVOCATION - Abiogenesis

VÖ: 06. Juli 2018
Dark Descents Records

2010 - eine EP. 2011 - eine Split. 2012 - aufgelöst. 2014 - Reunion. 2018 - Longplayer. Ob das nun Kult oder bekloppt ist, ist angesichts der Extraklasse dieses Albums unerheblich. Burial Invocation kommen aus der Türkei und schicken sich mit "Abiogenesis" an (ähnlich wie ihre Kollegen von Engulfed im letzten Jahr), der internationalen Konkurrenz das Fürchten zu lehren. Mit Old School Death Metal im Grenzbereich der Endachtziger/Frühneunziger. Mit Blastbeats hier und da (die mich aufgrund der recht trockenen Produktion etwas an "Contamination Rises" der Franzosen No Return erinnern), leichten Annäherungen an das, was Suffocation in ihrer Frühphase trieben, mit latenten, finnischen Zügen. Aber am meisten mit einer beeindruckenden Abwechslung, mit der das Quartett die Spannung über die metallischen 40 Minuten in nur vier Songs aufrecht erhält. Drei Mal unter zehn Minuten und ausgerechnet der zwölfminütige Titelsong kristallisiert sich als bester Song heraus. Hier wird gezeigt, wie man mit einer amtlichen Todeskeule auch verzaubern kann. Bei jedem Durchlauf glaubst du, wieder etwas Neues zu entdecken, nur um im nächsten Moment festzustellen, dass dieser oder jener Part bereits bei den vorherigen Durchläufen für ein "Oha!" sorgte. Bis auf eben den gigantischen Titelsong ist es unmöglich, hier Details zu beleuchten. Das macht auch nichts. "Abiogenesis" ist so oder so verdammt groß für ein Debüt. (sw)

8,5/10