Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

CALIBAN - Elements

VÖ: 06. April 2018
Century Media

Elf Alben, weit über 100 Songs - Caliban. Ein Name, um den man nicht herumkommt, wenn man über deutschen Metalcore redet. Nun gibt es mit "Elements" Nachschub in Form von 13 brandneuen Songs. Wer Caliban kennt, der weiß, welche Entwicklung die Band in den letzten 21 Jahren durchgemacht hat. Mit jedem Album ist man professioneller geworden, individueller, durchdachter. Und "Elements" soll nun zeigen, wie weit die Band mittlerweile gekommen ist. Und ja, Calibans neuster Longplayer prügelt sich mit erwünschter Härte 50 Minuten lang durch alles durch. Selbst nach all der Zeit folgen Caliban nicht einfach Schema F, sondern versuchen wieder und wieder, dem Hörer Abwechslung zu bieten. Dafür holt man sich dann auch gerne mal Musikerkollegen als Duett-Partner heran, wie bei "Masquerade", wo KORN-Gitarrist Brian Welch stimmliche Elemente ergänzte. Doch auch Thy Art Is Murder-Frontmann C.J. McMahon hat einem Song seine Stimme geliehen: "Before Later Becomes Never", welcher durch die tiefen Growls sehr interessante Wechselspiele zu Caliban-Vocalist Andreas Dörner ermöglicht hat. Doch damit nicht genug der Features. Der mit Abstand wohl beste Song auf dem Album, "Ich blute für dich", ist nicht nur der einzige deutsche Song, sondern hat mit Matthias von Nasty und Sebastian "Sushi" Biesler von Eskimo Callboy auch gleich zwei weitere Gesangs- und Geschrei-Ergänzungen. Wer das Musikvideo zu dem Lied kennt, der wird zustimmen, dass die drei eine stimmliche Armee darstellen und einen perfekten Song zusammengestellt haben. Denn wer bei dem Breakdown, wo die Musik kurz aussetzt und alle drei gemeinsam schreien: "Was ist dein Problem?!", keine Gänsehaut bekommt, dem kann wirklich niemand mehr helfen. Ich finde persönlich auch, dass Caliban durchaus mehr Songs auf Deutsch vertragen könnten, immerhin ist Metalcore auf Deutsch ja doch eher die Ausnahme als die Regel.
Doch alles in allem bekommt man von Caliban genau das geboten, was man auch haben wollte. Durchweg bretternden Metalcore, eingängige Refrains, abwechslungsreiche instrumentale Atmosphäre und oben drauf eine Handvoll klasse Features. Alles in allem wir man sehr gut von Caliban unterhalten. (zeo)

8,5/10