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CAPSIZE - The Angst In My Veins

VÖ: 10. Oktober 2014
Impericon Records

Was braucht es, um eine gute (Hardcore-)Band zu sein? Mit dieser Frage dürften sich auch Capsize aus den USA auseinandergesetzt haben, schließlich sind sie nun mit ihrem Debütalbum "The Angst In My Veins" unterwegs und kommen im November auch nach Deutschland. Was kann man nun also von einer Band erwarten, die gleich mit dem ersten Album die Bühne mit Bands wie Stick To Your Guns, Comeback Kid oder Terror die Bühne teilt?
Im Gegensatz zum Oldschool-Hardcore sind die Kalifornier wesentlich melodischer im instrumentalen Bereich unterwegs und bieten ausgewogene Balance zwischen bretthartem Durchgeprügel der Drums, harten Riffanschlägen und melodischer, fast schon balladenartiger Gitarrenuntermalung. Die Shouts sind auf "message & delivery" ausgelegt, also punktgenau dort zu akzentuieren, wo die stärkste lyrische Bedeutung beigemessen ist. Der Text ist eher persönlich-emotional versiert und darauf fokussiert, sich den Frust und Schmerz aus der Kehle zu schreien. Dabei wirkt alles überaus authentisch und ehrlich. Auch ein paar Gastbeiträge haben es auf die Platte geschafft, u.a. Defeater-Gitarrist und Sänger Jay Maas gibt sich beim Titelsong die Ehre und brüllt mit ins Mikro.
Fünf Jahre hat es gedauert, bis dieser erste Longplayer von der Band in die Öffentlichkeit getragen wird und man braucht sich damit wahrlich nicht verstecken. Jeder Song bietet Abwechslung und hält dabei dennoch die emotionale Atmosphäre des gesamten Albums aufrecht. Frei nach dem Motto "gut Ding will Weile haben", haben Capsize sich mehr als genug Zeit genommen, um dieses Album rauszubringen - nun ist es so weit und ich vermute ganz zuversichtlich, dass dieses Album der Band den erhofften Durchbruch bringen wird. (zeo)

8,5/10