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CARNATION - Cemetary Of The Insane (EP)

VÖ: Februar 2015
Final Gate Records

Oh nein, nicht schon wieder Old School Death! Wenn man bedenkt, dass ich diese Ausrichtung eigentlich total blut- und knochentriefend liebe, ist es schon erschreckend, dass man mittlerweile so etwas überhaupt zu denken wagt. Aber nach hundert Kopien ... naja, lassen wir das.
Rein objektiv betrachtet, legen uns die fünf Jungs aus Belgien hier einen Fünftracker vor, der gerade nach mehrfachem Hören doch wohl ein wenig Spaß macht. Die Burschen um Sänger Sven legen uns auch nichts in den Weg, was einem jetzt den Tag versaut, eher so die Nummer: Straight geradeaus und immer schön im Gleichschritt. Man mischt lustig altbekanntes (Grave, Massacre, alte Hypocrisy) und kann sich so seiner Gefolgschaft fast sicher sein. An sich ein ganz gut mundendes Stück. Die Aufgabe wird hier, meist im Midtempo, locker abmarschiert und mit einem richtig amtlichen Sound aus dem Bunker geballert, ohne nach Godzillacountry (Nintendo, igendeiner?!) zu klingen. Man schafft es sogar, den Basser ordentlich in Szene zu setzen - dafür schon mal Hut ab. Auch der Rest der Gang kann von sich behaupten, zu wissen, was sie tun. Handwerklich also alles im grünen Bereich.
Was mir fehlt, ist irgendetwas wie Innovation, eine eigene Duftmarke. Etwas, was mich dazu bewegt, die Scheibe all den anderen Veröffentlichungen vorzuziehen. Irgendwas, das mein Blut kochen und meine Zunge schnalzen lässt. Wenn die Truppe es schafft, noch eine Schippe draufzulegen, könnte das beim nächsten Mal aber schon ganz anders aussehen. Für alle, die ihre Mucke gerne unspektakulär und zielsicher mit einem lecker Mettbrötchen und einer Kanne Bier zelebrieren, ist das hier aber durchweg das Passende. Mahlzeit! (oem)

6,5/10