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CEMETERY URN - Barbaric Retribution

VÖ: 17. August 2018
Hells Headbangers

Denke ich an all die Metal-Festivals, auf denen ich tagsüber, oder auch nachts, von unbekannten Spinnern und ihrer Techno-, Modern Talking oder Schlager-Beschallung in den Wahnsinn getrieben wurde, so wäre "Barbaric Retribution" der perfekte Präventiv- bzw. Gegenschlag. Cemetery Urn aus Melbourne spielen genau den breitschultrigen "keine Kompromisse-keine Gefangenen-nur Vernichtung"-Death Metal, den es für solche Vorhaben braucht. Ihre Erfahrung zahlt sich auf ihren vierten Longplayer seit Bandgründung 2006 aus. Gitarrist A. Gillon (ex-Bestial Warlust) ist zwar der letzte Ur-Totengräber, sein Abominator-Kollege Chris Volcano ist seit 2016 als Fronter mit an Bord, trommelte in den Neunzigern aber auch schon mal bei Deströyer 666. Im Endeffekt aber alles Nebensache, wenn man sich die schiere Brutalität dieser neun Songs vor Augen führt. Keine Pause, kein Zögern, immer direkt auf die Zwölf. Hervorstechen will zwar keiner der Songs, das stört aber herzlich wenig. Das "Highlight" an "Barbaric Retribution" ist die ununterbrochene Entschlossenheit. Wie ein Kriegsveteran, der unaufhaltsam durch die feindlichen Linien mäht.
Was mich betrifft - hätte man das amtliche (nie übertriebene, weil schlichtweg passende) Blastbeat-Sperrfeuer hier und da durch ein paar knackige Thrash-Offbeats ersetzt, meine Augen hätten noch ein wenig mehr geblitzt. (sw)

8/10