Impressum Startseite
Reviews Interviews Live Specials Jobs

CHEROKEE - Wakan Tanka Nici Un (EP)

VÖ: 09. April 2018
Dying Victims Productions

Nach dem 2015er "Ridin' Free"-Demo, welches bei Kritikern ziemlich gut ankam, mussten Cherokee Ende 2016 erst mal den Weggang von Sängerin Kathi verkraften. Vorliegende EP beinhaltet vier neue Songs, auf denen sich Neuzugang Laura Vesprini dermaßen austobt, dass sich männliche Kollegen in ähnlich stilistischen Gefilden mal echt warm anziehen müssen. Fast schon flapsig, dennoch standfest und sicher im Umgang mit den meist rauen, kratzigen Tönen … mir will immer noch nicht der Ausspruch aus dem Kopf, sie sei so etwas wie der stimmliche "bad boy" im perfekten Kontrast zu den teils lieblich-filigranen Doppel-Leads der Flitzefinger-Gitarrenfront Alexander Kleusch und Simon Siantidis. Und dass die beiden etwas können, wissen wir ja auch schon seit den verblichenen Speedbreaker. Hier ist weiterhin Hard Rock angesagt, hauptsächlich von den Siebzigern beeinflusst. Die bluesige Seite darf meinetwegen sein, die klassische Tonfolge in "Blood Worth Its Weight In Gold" ist allzu bekannt. Mir gefallen hingegen "Ethelred Hero Of Trist" und "The Yellow King" richtig gut, haben beide doch einen angenehm melancholischen Unterton mit coolen Refrains, während der gelbe König mich etwas an Black Trip (bzw. jetzt VOJD) erinnert. Mit "Firewater" gibt es noch einen echt fetzigen Uptempo-Knaller und warum mich der Refrain an einen alten Judas Priest-Song erinnert, frage ich in Kürze im Interview nach. Also aus meiner Sicht sind das dreieinhalb Volltreffer im Siebziger-Gedächtnis-Rock und wer mich kennt, wird sich verwundert die Augen reiben, weil eine dicke Acht unter diesem Review steht … nun, ich habe versucht es zu erklären - zieht euch das Ding rein und ihr merkt es selbst! (sw)

8/10